Nussknacker und Mäusekönig im Spiegel von Literatur, Musik und Kunst(handwerk)

29. November 2020 - 24. Januar 2021

Die Popularität des Nussknackers ist bis heute ungebrochen. Aus diesem Grund widmet die Burg Falkenstein - passend zur Weihnachtszeit - diesem fantastischen Märchen eine eigene Ausstellung. Ausgehend vom literarischen Original wird der Bogen über die zahlreichen Adaptionen des Werkes bis zur Figur des Nussknackers im Kunsthandwerk gespannt. Ob im Buch, auf der Leinwand oder als Bühnenstück - die Ausstellung lässt den Kampf Nussknacker gegen Mäusekönig, Gut gegen Böse, auf vielfältigste Art und Weise wieder lebendig und erlebbar werden.

Natürlich dürfen in der Ausstellung auch der Tanz der Zuckerfee und der Marsch der Zinnsoldaten nicht fehlen. Sie sind sogar zu hören.

Und am Ende begegnet uns - versteckt unter einem Weihnachtsbaum - der Nussknacker wie wir ihn wohl alle kennen, als einfache Holzfigur, die auch Nüsse knacken kann.

Die Erzählung vom Nussknacker und Mäusekönig ist heute sicher eines der beliebtesten Weihnachtsmärchen und zugleich eines der bekanntesten Werke Ernst Theodor Amadeus Hoffmanns (1776-1822). Mit seiner zur Phantastik neigenden einzigartigen Erzählweise gehört er nicht nur zu den bedeutendsten Schriftstellern der Romantik, sondern wurde auch zum Vorbild zahlreicher späterer Autoren fantastischer Literatur wie Edgar Allan Poe oder J.R.R. Tolkien.

In der deutschen Heimat fand er zunächst nur wenig Wertschätzung und geriet beinahe in Vergessenheit. Auch sein heute weltweit bekannter Nussknacker gewann erst durch zahlreiche Kopien im Ausland an Bekanntheit, nicht zuletzt durch die berühmte Nussknacker-Suite und das Ballett-Stück des russischen Komponisten Pjotr I. Tschaikowski (1840-1893). Die Vorlage hierfür lieferte die französische Version des Nussknackers, Histoire d'un casse-noisette von Alexandre Dumas d.Ä. (1802-1870).

Heute begegnet uns der Nussknacker vorrangig im Kunsthandwerk als dekorative Holzfigur in der Adventszeit.